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Lex Barker
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Interviews mit Weggefährten

Warren Stevens

Warren Stevens — seine Filme mit Lex Barker:


Warren Stevens

Warren Stevens

Nach seinem Durchbruch in Hollywood als Tarzan legt Lex Barker nach dem fünften Dschungelabenteuer den Lendenschurz ab, und spielt neue Rollen. Das neue Studio Universal International setzt ihn in Western und anderen Genre-Filmen ein, der Abstecher zu Columbia-Pictures bringt die Mitwirkung in einem Südstaatenabenteuer. Bei drei dieser Produktionen ist Warren Stevens, wie Lex Jahrgang 1919, mit von der Partie.

Es gibt Parallelen im Leben der beiden befreundeten Schauspieler: Auch Stevens kämpfte am Kriegsschauplatz Europa für die Befreiung Deutschlands von den Nazis und seine ersten schauspielerischen Gehversuche fanden ebenfalls an einem Sommertheater in der Provinz statt. Warren Stevens Freunde Gregory Peck und Kenneth Tobey bringen den ambitionierten Akteur zum Theater nach New York. Nach dem Krieg schließt er sich dem Actor's Studio an. Seine Mitwirkung im Broadway-Stück Detective Story lässt Hollywood auf ihn aufmerksam werden und Stevens erhält einen Vertrag beim Studio 20th Century-Fox. Fortan ist Warren Stevens in Filmen und dem noch jungen Medium Fernsehen ein vielbeschäftigter Mann. Gute, markante Filmauftritte hat der vielseitige Akteur in The Barefoot Contessa (Die barfüßige Gräfin) an der Seite von Ava Gardner und Humphrey Bogart, neben Bette Davis in Phone Call From A Stranger (Ein Fremder ruft an, 1952), in dem Krimistück Black Tuesday (Schwarzer Freitag, beide 1954) mit Edward G. Robinson, den drei Filmen mit Lex Barker, sowie in dem Science-Fiction-Klassiker Forbidden Planet (Alarm im Weltall, 1955). Gastrollen in einer Vielzahl von klassischen Fernsehserien wie Bonanza, Mission: Impossible (Kobra, übernehmen sie) oder Star Trek (Raumschiff Enterprise) lassen sich ebenfalls verzeichnen. In den letzten Jahren steht Warren Stevens wieder vermehrt vor den Kameras, zuletzt in der ausgezeichneten Komödie Carts.

Das nachfolgende Interview wurde 2008 geführt und wird erstmals veröffentlicht.

Warren, ich habe gelesen, dass Sie in Pennsylvania geboren wurden. Stimmt das?

Ja. Vor einer langen Zeit.

Wie entstand das Interesse an der Schauspielerei?

Ich machte ein Schulstück. Dann Sommertheater in Virginia.

Dort trafen Sie Gregory Peck?

Ja, am Barter-Theater im Jahr 1940. Ich machte ein Shakespeare-Stück mit ihm, das hieß Edmund III. Ich spielte seinen Sohn. Aber in dem Jahr haben wir mehrere Stücke zusammen gemacht. Wir beide waren auch auf der gleichen Schule am Neighborhood Playhouse in New York City. Ich habe aber weder mit ihm am Broadway, noch jemals in einem Film gemeinsam mit ihm gespielt.

Bevor Ihre Karriere als Schauspieler richtig begann, waren Sie in der Navy...

Zunächst, dann war ich während des Krieges Pilot in der Air Force.

Wo waren Sie im Krieg stationiert?

In Europa, in England. Ich kämpfte gegen die Deutschen.

Wie ging es mit Ihrer Schauspielkarriere weiter?

Man musste sich Umschauen [nach Jobs in der Industrie]. Letztlich bekam ich Arbeit im Rundfunk, dann Jobs am Theater. Bis ich mich dem Actor's Studio in New York anschloss. Ich spielte fünf Stücke am Broadway.

Eine Schlüsselrolle in Detective Story war ein wichtiger Schritt...

Ich spielte den jungen Mann, Ralph Bellamy die Hauptrolle. Lee Tramp war dabei, ebenfalls Maurice Stapelton, Michael Strong und Joseph Weisman.

Das war als Hollywood Sie entdeckte...

Es gibt keine spezielle Geschichte. Ich machte so viele Stücke und dann Fernsehen in New York. So begannen sich die Leute aus Hollywood für mich zu interessieren.

Einer ihrer ersten Fernsehauftritte war für die Serie Actor's Studio mit Yul Brynner als Regisseur...

Ich arbeitete für ihn bei Columbia Broadcasting. An den Namen der Show kann ich mich nicht mehr erinnern, aber er führte Regie.

Ihr erster Film hieß Follow The Sun in 1951, eine Biografie eines Golf-Champion...

Nur eine Kleinstrolle, ein Drehtag. Ich kam nach Los Angeles mit einem Siebenjahresvertrag für 20th Century-Fox.

In The Frogmen (Froschmänner, 1951) war Ihre Rolle schon ein bisschen größer...

Das stimmt. Einer dieser Kriegsfilme. Ich spielte einen Seemann.

In der Hauptrolle sah man Richard Widmark...

Wir waren sehr enge Freunde. Ich bin traurig, dass er gestorben ist. Richard und ich haben nie den Kontakt verloren. Nach seiner Filmkarriere ging er zurück nach Connecticut. In den letzten Jahren unterhielten wir uns am Telefon. Jetzt habe ich einen wirklichen Freund verloren!

Red Skies Of Montana (Die Feuerspringer von Montana, 1951) ist ein interessanter Film, der Sie beide wieder zeigte...

Das waren alles 20th Century-Fox-Filme. Wir drehten vor Ort in Montana, und beendeten den Film zurück in Los Angeles. Einige der Szenen waren gefährlich zu filmen. Gefährlich! Ich zog mir eine Wunde an einem Bein zu.

Welche Erinnerungen verbinden Sie an Phone Call From A Stranger (Ein Fremder ruft an, 1952) mit Bette Davis?

Meine Rolle war sehr gut. Ich spielte Bette Davis' Bruder. Es war wunderbar mit ihr zu arbeiten. Wir kamen sehr gut miteinander aus.

Ihr erster Film mit Humphrey Bogart war Deadline-USA (Die Maske runter, 1952)...

Ich habe sehr schöne Erinnerungen an Bogart und mochte es, mit ihm zu arbeiten. Er war ein großer Star in dieser Zeit. Später wurden wir Freunde.

Wie war Bogart im richtigen Leben?

Einfach wunderbar. Ich mochte ihn sehr, wir kamen bestens miteinander aus. Später arbeiteten wir erneut gut zusammen, in Italien während der Dreharbeiten von The Barefoot Contessa.

The Barefoot Contessa (Die barfüßige Gräfin, 1954) war einer ihrer größten Erfolge in Hollywood...

Ja. Wir arbeiteten zwölf Wochen in Italien. Ich habe schöne Erinnerungen an die Arbeit mit Frau Gardner, Bogart, und Edmond O'Brien. Wir alle wurden gute Freunde. Ich habe Italien immer gemocht. Wir filmten mitten im Winter. Es war ein wenig rau, andererseits war es schön. Ich bin noch mehrmals nach Italien gekommen. Immer fand ich es schön.

Wie würden Sie die Diva Ava Gardner beschreiben?

Sie war wunderbar. Am und außerhalb des Sets.

Sie war eine der schönsten Schauspielerinnen der Zeit!

Ich stimme zu.

Haben Sie Deutschland nach dem Krieg besucht?

Nein. Aber ich bekomme, nebenbei bemerkt, Post aus Deutschland. Wie von überall auf der Welt.

Rückblickend — wie war es in Hollywood in den 1950er Jahren zu arbeiten?

Es waren die Fünfziger, und das Fernsehen hatte begonnen. Das Studio-System der Dreißiger und Vierziger verschwand; es war auf dem Weg zu gehen. Es war nicht mehr dasselbe.

Es war also nicht so einfach Filmrollen zu bekommen?

Ich machte nur ein paar Filme. Ich verließ 1952 Fox und war dann freischaffend in jeder Bedeutung.

Einer der Filme die folgten, war Gorilla At Large (Der Würger von Coney Island, 1954), heute ein Kultfilm...

Ich war der Detektiv. Peter Whitney agierte als der 'Gorilla', aber es steckte ein anderer Mann drin [in dem Kostüm]. Anne Bancroft und ich wurden gute Freunde. Es war auch einer der ersten Filme von Lee Marvin. Ein guter Film, würde ich sagen.

Gleiches gilt für Black Tuesday (Schwarzer Freitag, 1954) mit Edward G. Robinson...

Ja, das war ein sogenannter Film Noir.

Sie spielten diverse Charaktere in den Filmen. Böse Jungs und gute Kerle. Was war einfacher zu spielen?

Nun, die Rollen der bösen Jungs waren immer die besten Parts. Ich fand dass, wenn ich einen bösen Kerl zu spielen hatte, ich immer etwas Gutes daran ausfindig machen konnte. Die Heldenrollen sind viel einfacher gestrickt.

Die drei Filme mit Lex Barker...

Lex und ich waren auch gute Freunde in Hollywood. Wir beide waren 1919 geboren. Wir beiden kannten uns von außerhalb des Filmgeschäfts. Ich kannte Lana Turner, eine seiner Frauen, aber ich habe nie Arlene Dahl getroffen. Ich sah aber auch nie Lana am Filmset, als Lex und ich zusammen arbeiteten.

Duell mit dem Teufel (1955)...

Das war mein erster Western. Eine schöne Erinnerung. Es machte immer Spaß in Western mitzuspielen. Ich genoss das jedes Mal. Ich mochte Pferde. Mir war das Reiten angeboren. Ich hatte kein spezielles Training. Und in den Filmen gab es nie ein Problem damit. In The Man From Bitter Ridge war Mara Corday ein sehr hübsches, junges Mädchen. Mehrmals spielte ich mit John Dehner, einem tollen Schauspieler. Und dann war da noch Regisseur Jack Arnold, der bald darauf sehr bekannte Horrorfilme drehte. Ich glaube, The Man From Bitter Ridge war ein ausgezeichneter Western.

Warren Stevens

Warren Stevens in Die Intrigen der Lili Scarlett

Die Intrigen der Lili Scarlett (1955)...

Patricia Medina war eine der großen Schönheiten, glaube ich. Sie und ich hatten einige Fechtszenen mit Lex. Ich war ein guter Fechter, er aber nicht. Ich weiß nicht, warum ich dabei so gut war. Ich habe das nie speziell gelernt. Ich war an der Marine-Akademie in Minneapolis, an einer speziellen Militärakademie. Da war ich im Fechtteam, aber die [Filmleute] wussten das nicht. Es war nur gut, dass wir Doubles während der Filmerei hatten, denn Lex konnte sich nie die Choreografie merken. Solche Szenen mussten besonders vorbereitet werden, so dass wir uns nicht verletzten. Er konnte sich das nicht merken. Glücklicherweise hatten wir Doubles.

Ja, ihre Geschicklichkeit beim Fechten ist interessant, denn Sie haben nicht viele historische Filme gemacht...

Das ist der einzige, an den ich mich erinnere. Oh, es gab eine Fernsehsache, wo ich John Paul Jones spielte. Ich hatte einen sehr guten Fechtlehrer, der eine Menge half. Ich habe seinen Namen vergessen, aber er trainierte auch Douglas Fairbanks. Dieser Gentleman war sehr gut.

Was war ihr Lieblingssport in dieser Zeit?

Nicht Tennis, denn ich hatte mir im Krieg den Arm verletzt. Ich konnte kein Tennis spielen. Ich spielte Golf, und ich spiele es immer noch.

Für Sie als Pilot war On The Threshold Of Space (Testpiloten, 1955) sicherlich etwas Spezielles...

Yeah, das war gut! Wir gingen nach Albuquerque und die White Sands-Dünen und auch in die Berge nach New Mexiko. Es gab eine Menge Drehorte für diesen Film, auch in Florida.

Guy Madison spielte ebenfalls mit, er spielte wie Lex später in den deutschen Western...

Ich habe nicht viele Erinnerungen an Guy Madison. Ich habe ihn nur einmal auf einer Straße in Rom in den 1960er Jahren getroffen. Ich glaube, er sah sich da nach Arbeit um. Ich hatte in Spanien gedreht und war nach Rom zurückgekehrt. Aber Lex habe ich in der Stadt nicht gesehen.

überrascht es Sie, dass Forbidden Planet (Alarm im Weltall, 1955) heute ein Kultfilm ist?

Ja. Er stellte sich als überraschung heraus. Ich bekomme vielmehr Fanpost für diesen Film, als für jeden anderen. Als wir ihn machten, dachten wir nicht, dass er so groß herauskommen würde. Der ganze Film wurde in den Studios von MGM in Hollywood gedreht. Ich habe mit feinen Leuten gearbeitet: Walter Pidgeon, Anne Francis, Leslie Nielsen — alles gute Freunde.

In der Fernsehserie Tales Of The 77th Bengal Lancers (1956/57) spielten Sie eine der Hauptrollen...

Das machte viel Spaß. Wir verfügten über ein ständiges Filmset in der Wüste, dem Vasquez Rocks Natural Area Park. Der Rest wurde auf der Columbia Ranch in Burbank gefilmt. Für diese Fernsehserie mussten wir viel schneller drehen. Zwei Episoden wurden in einer Woche abgedreht. Ich denke auch, dass es eine billigere Produktion als Kino war. Nicht billig im Sinn von Qualität, aber billiger in den Kosten. Es musste viel mehr unter uns Schauspielern gemacht werden. Es gab nicht viele Spezialeffekte in dieser Serie. Manchmal war es nicht einfach, in dieser Landschaft zu reiten. Es ist bekannt, dass solche Sachen sehr gut geplant sein müssen.

Warren Stevens

Lex und Warren (ganz rechts) in Schonungslos

In Schonungslos (1956) spielten Sie nochmals mit Lex Barker, dazu auch mit Merle Oberon...

Sie war reizend. Wunderbar mit ihr zu arbeiten. Mit Charles Drake und Philip Pine hatte ich schon vor diesem Film gearbeitet. Ich spielte wieder einen bösen Kerl. Regisseur Abner Biberman war ein früherer Schauspieler. Er spielte eine Menge in New York auf der Bühne und auch in frühen Filmen.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Mitwirkung in der Fernsehwesternserie Bonanza?

Ich kam sehr gut mit ihnen zurecht. Ich machte mehrere Bonanza-Folgen. Sie waren wie eine große Familie. Ich kannte Lorne Greene sehr gut. Ich begegnete ihm am Set einer seiner ersten US-amerikanischen Fernsehshows, Climax. Wir kannten uns von außerhalb der Leinwand. Wir waren Freunde. Er hatte den gleichen Charakter im richtigen Leben wie in der Serie. Meine Bonanza-Folgen wurden um Los Angeles gedreht. Und sie hatten diese große Bühne im Studio. Ein Pferd zu reiten, war kein Problem im Studio.

Hot Spell (Hitzewelle, 1958) war ein großartiger Film mit Anthony Quinn und Shirley MacLaine...

Ja, ich spielte Shirley MacLaines Liebhaber. Ich sah sie oft. Anthony Quinn war ein toller Kerl. Wir hatten den gleichen Agenten. Er und ich kannten uns schon eine Weile und [arbeiteten zusammen] danach. Der Film basierte auf einem guten Skript. Ich glaube nicht, dass er ein Kassenerfolg war, aber das ist nichts, wofür man sich schämen muss.

Dann filmten Sie in England Intent To Kill (Duell mit dem Tod, 1958)...

Jack Cardiff war Kameramann bei The Barefoot Contessa. Intent To Kill war sein erster Film als Regisseur. Er lud mich für den Film nach England ein. Ich habe immer Herbert Lom, meinen damaligen Kollegen, bewundert, denn er ist ein guter Schauspieler. Ich erinnere mich gut an ihn. Und ich glaube, auch das war ein guter Film.

Warum haben Sie in den 1960er Jahren nicht mehr in Europa gefilmt?

Nun, ich musste das nicht machen. Ich hatte hier Arbeit. Ich arbeitete konstant; auch im Fernsehen. Ich hatte kein Problem damit. Das Geld war gut, die Rollen waren gut.

Und Sie spielten in populären Serien wie 77 Sunset Strip...

Oh, ja. Ich kannte Efrem Zimbalist jr. aus New York. Er, Lex und ich waren gute Freunde außerhalb des Filmgeschäfts. Efrem lebt heute außerhalb der Stadt, aber kürzlich sah ich seine Tochter Stephanie. Wir tauschten Grüße aus. Ich bat sie, "Hello" von mir ihrem Vater auszurichten. Ich habe ihn seit vielen Jahren nicht mehr gesehen.

Erinnern Sie sich an den tatsächlichen "77 Sunset Strip" in Los Angeles?

Ja, mache ich.

Und war die Serie realistisch?

Damals war das eine Art Rezept [das Skript]. Alle diese Warner Bros.-Serien waren ausgedachte Serien. Ich machte sie alle! Einige waren erfolgreich, einige nicht. Maverick, Wagon Train, und andere entstanden Seite an Seite mit 77 Sunset Strip.

Im Western Stagecoach To Dancer's Rock (1962) spielten Sie die Hauptrolle...

Ein Universal-Film. Es war großartig mit Martin Landau zu arbeiten. Wir haben eine Menge zusammen gemacht, zum Beispiel auch für die Serie Mission:Impossible.

In dieser Zeit begannen Lex Barker und Clint Eastwood ihre Westernarbeit in Europa. Kennen Sie diese Filme, und wie lautet Ihre Meinung darüber?

Ich habe die Filme später im Fernsehen gesehen. Sie waren nicht sehr realistisch, meiner Meinung nach. Für mich war der Hollywood-Western der bessere Platz...

...und Sie haben in einigen von ihnen mitgespielt, etwa zusammen mit Audie Murphy, dem hoch dekorierten früheren Soldaten. Haben Sie mit ihm über seine Kriegszeit gesprochen?

Nein, das taten wir nie. Gleichfalls nicht mit Lex Barker. Ich bin mir nicht sicher, ob Audie Murphy ein guter Schauspieler war. Er war nicht schlecht. Er mochte es, mit mir zu arbeiten. So machten wir einige Filme zusammen.

Sie waren in Madame X (Madame X, 1965) mit Lex Barkers Ex-Frau Lana Turner mit von der Partie. Welche Erinnerungen haben Sie an Lana?

Ich mochte den Film. Eine feine Schauspielerin. Sie war richtig gut.

Interessant ist, dass Sie 1967 auch in einer Folge der Tarzan-Serie mit Ron Ely mitspielten...

Wir drehten das in Mexiko. Ich habe Ron Ely nur am Drehort getroffen. Filmen in Mexiko war so etwas wie ein Abenteuer. Wir waren da über Weihnachten, es war auf eine Art und Weise wild. Aber es war in Ordnung.

Lex Barker war ein früherer Tarzan. Haben Sie jemals mit ihm über diese Filme gesprochen?

Nein, nie.

In Madigan (Nur noch 72 Stunden, 1967) filmten Sie wieder mit Richard Widmark...

Ich erinnere mich an eine Nachtaufnahme. Inger Stevens und ich drehten die Szene, sie spielte Widmarks Frau. Inger war damals sehr krank. Nicht einfach deshalb zu filmen. Don Siegel war ein sehr guter Regisseur.

Sie haben ebenfalls in der berühmten Star Trek(Raumschiff Enterprise)-Serie mitgespielt...

Es stellte sich als sehr populäre Folge heraus. Ich bekomme dafür eine Menge Fanpost.

Dann änderte sich Hollywood wieder. Nach vielen Jahren haben Sie in jüngeren Jahren ein Comeback gemacht. Wie kam es dazu?

Kein Comeback; ich habe nie aufgehört zu arbeiten. Ich habe verschiedene Filme gemacht. Das Geschäft ändert sich so rapide.

Aber die ära der 1950er-Filme war für Sie besser...

Ja, da gab es mehr Rollen, die für Leute wie mich geschrieben waren.

Was ist Ihre meistgeschätzte Filmrolle?

Nun, die Sache auf die ich am stolzesten bin, ist die Fernsehserie The Richard Boone Show (1963/64). Das war eine Repertoire-Gruppe und ich spielte 16 Folgen mit unterschiedlichen Rollen, unterschiedlichen Skripts, unterschiedlichen Geschichten jede Woche. Eine Menge guter Arbeit! Die andere Sache ist The Barefoot Contessa (Die barfüßige Gräfin).

Von Zeit zu Zeit werden die Filme mit Ihnen und Lex Barker im deutschen Fernsehen gezeigt. Deshalb kann das europäische Publikum Sie immer wieder sehen...

Das ist gut!

Reiner Boller (2008)
(Mitarbeit: Marlies Bugmann)



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E-Mail: rb@lex-barker.de

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Stand:  19.07.2008

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